Schurter 1

STADTVILLA LUZERN

Ein zeitloser, klassisch anmutender Villengarten
in Anlehnung an traditionelle Villengärten in Luzern.

Schurter 1
Schurter 2
Schurter 3
Schurter 4
Schurter 5
Schurter 6
Schurter 7
Schurter 8
Schurter 9
Schurter 10
Schurter 10b
Schurter 11
Schurter 12
Schurter 13

STADTVILLENGARTEN AN DER BERGLISTRASSE

Das Grundstück an der Berglistrasse 43 in Luzern liegt in einem gutbürgerlichen Villenquartier am westlichen Zentrumsrand von Luzern. Das Quartier ist stark durchgrünt und weist einen üppigen Baumbestand auf. Der im Norden angrenzende Gütsch-Wald scheint sich optisch in den Gärten fortzusetzen. Viele Gebäude stammen aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, einige wurden durch jüngere Neubauten im Stil kubischer Punktbauten ersetzt. Die Lage der Grundstücke am Berg und die serpentinartig verlaufende Berglistrasse erfordern Massnahmen zur Hangsicherung: Stützmauern prägen das Erscheinungsbild.

Das Projekt Berglistrasse 43 fügt sich harmonisch in das bestehende Umfeld ein und nimmt sorgfältigen Bezug auf seine Umgebung. Eine zeitlose, klassische Gestaltung in Anlehnung an traditionelle Villengärten gibt dem Garten seinen Charakter. Dabei werden Relikte wie z.B. der bestehende Apfelbaum und die geschützte Eibe oder die Natursteinplattenbeläge und Mauern vom bestehenden Garten konserviert und in der neuen Gestaltung wieder aufgenommen.

Der Garten gliedert sich in drei Ebenen. So führt ein grosszügiger Vorplatz mit der Möglichkeit einer temporären Zufahrt / Parkierung zum Zugang des Wohnhauses. Ein lockerer Baumbestand aus schirmförmigen Kleinbäumen rahmt den Vorplatz ein, nimmt die Nähe zum Wald auf und verleiht dem Wohnhaus über diesen lichten Filter etwas Privatsphäre. Niedrige Sträucher und die zu erhaltende Eibe unterstützen dabei die Abschirmung des Grundstücks zur Strasse. Der private Gartensitzbereich des Untergeschosses wird eingerahmt von Rhododendren aus dem Bestand und von attraktiven und mehrheitlich heimischen Gräsern und Stauden ergänzt. Der Sitzplatz wird seitlich von zwei Sitzmauern flankiert und mit Polygonalplatten aus Granit aus dem Bestand realisiert. Im Westen des Wohnhauses wird die bestehende Mauer, der "Rücken" des Grundstücks, in der Gestaltung wieder aufgenommen. Eine Naturwiese wird punktuell durch einzelne Strauchgruppierungen ergänzt. Über eine Treppe gelangt man auf die Ebene des Gartenbereiches der Erdgeschosswohnung. Die Abstufung nimmt dabei Bezug auf die Architektur im Innenraum. Vor der Loggia der Erdgeschosswohnung erstreckt sich eine grosszügige Rasenfläche, eingefasst von Gehölzen und Stauden. Das schmiedeeiserne Tor, ein weiteres Relikt aus dem ursprünglichen Garten, bildet einen Akzent im Westen. Auch der Apfelbaum findet hier wieder seinen Platz. Im Süden des Gartens entsteht ein Gartensitzplatz mit Blick aufs Wohnhaus. Auch dieser Bereich wird mit Polygonalplatten aus dem Bestand belegt. Sträucher rahmen die Böschungskronen und den Sitzbereich und verleihen dem Garten im Osten und Süden eine weiche Kante. Die Bepflanzung in diesem Bereich ist mediterran geprägt. Die bestehenden Terrainhöhen erfordert Stützmauern vor allem im östlichen Grundstücksbereich, welche auch im Neubauprojekt wieder aufgenommen werden. Die Böschungen werden dabei möglichst vegetativ gestaltet, um den Charakter des grünen Villenquartiers zu erhalten. Bei der Wahl der Pflanzen wird auf einen grossen Anteil an heimischen Arten geachtet, welche sich harmonisch in die Umgebung und die Typologie eines Villengartens einfügen. Ein ganzjährig attraktiver, die Biodiversität fördernder und pflegearmer Garten.